Das Forum Schultheater beim 33. Festival 2016

 

Das Forum bot interessierten Erzieher/innen, Lehrer/innen und Schüler/innen die Möglichkeit, an einem, zwei oder allen drei Tagen nicht nur die Aufführungen anzusehen, sondern sich intensiv auf die einzelnen Stücke vorzubereiten und das Gesehene anschließend auch nachzubereiten.

 

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Fanny Rösch ("Anriss"-Autorin und Darstellerin) und Elinor Haftl (Regie) beim Publikumsgespräch nach der Aufführung

 

Schon vor Beginn der ersten Aufführung gab es einen Workshop für alle, der sich mit Theaterberufen und den Arbeitsweisen im professionellen und im Schultheater befasste, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Produktionsbedingungen bewusst machte und sich mit Theaterkritik und den Möglichkeiten des Sprechens über Theater und über theatrale Zeichen beschäftigte.

 

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Forumsteilnehmer im Gespräch mit Gästen

 

Zu jeder Aufführungen gab es eine theaterpädagogische Vor- und Nachbereitung , die – je nach Inhalt, Genre, Spielweise, Stückentwicklung … – entweder schreibend, szenisch oder gesprächsorientiert ausgerichtet war und eine differenzierte Auseinandersetzung mit den verschiedenen Schultheaterproduktionen ermöglichte. Dabei tauschten die Teilnehmer/innen z.B. ihre Assoziationen zum Stücktitel aus, sammelten Ideen zum Thema des Stücks, verfassten eigene Spielszenen zu einem Stück oder erprobten Körperhaltungen und Sprechweisen. Nach der Aufführung bauten sie z.B. Standbilder zu ihren Lieblingsszenen, spielten Publikumsreaktionen nach, tauschten sich über auffällige theatrale Mittel aus, sammelten Fragen an die Theatergruppe, verfassten Erinnerungsprotokolle, führten intensive Gespräche über einzelne Aspekte der Aufführungen und verglichen ihre vor der Aufführung geäußerten Erwartungen mit dem Gesehenen.

 

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Publikumsgespräch mit dem Ensemble des St.-Anna-Gymnasiums

 

Manche der Vor- und Nachbereitungsrunden erfolgten getrennt nach Schüler/innen und Erwachsenen, andere (auch solche, in denen szenisch gearbeitet wurde) fanden gemeinsam statt, was von beiden Gruppen als gewinnbringend erfahren wurde. Es ermöglichte einen gleichberechtigten Austausch, gab einen spannenden Einblick in die Vielzahl der individuellen Seh-Eindrücke und half, Theater differenziert wahrzunehmen.

An den drei Festivaltagen haben insgesamt 77 Schüler/innen (der 5.-11. Jahrgangsstufe) und 20 Lehrer/innen und Erzieher/innen an den Forumsrunden unter der Leitung von Prof. Dr. Anne Steiner und Daniela Nägel teilgenommen.

 

Anne Steiner

Fortbildungsprogramm des Pädagogisches Instituts

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