15:40 – Wenn Augen sich schließen

15h40 – Wenn Augen sich schließen

In dem Stück der 18-jährigen Paula Tittel geht es um ein Mädchen, das von ihrem Vater gesagt bekommt, dass er bald sterben wird. Daraufhin kommen Erinnerungen in ihr hoch.
Der Vater hat einen Gehirntumor und nach und nach ist er nicht mehr er selbst, bis er eines Tages um 15h40 stirbt. Auch der Umgang und die Verarbeitung des Todes ist Thema des Stücks. Das Ganze wird aus der Rückschau von ihr als alter Frau erzählt und in kurzen verschiedenen Szenen und Zeitsprüngen dargestellt.

Außerdem werden ihre Erinnerungen als Videoaufnahmen eingespielt. Ein beeindruckender Effekt war, dass man zu Beginn des Stücks in der rechten oberen Ecke lebendige Augen zu sehen waren, die am Ende des Stücks geschlossen wurden.

Ich fande das ganze Thema sehr gut umgesetzt, aber vor allem bei der Schauspielerin, die auch das Stück selbst geschrieben hat, hat man einfach das Gefühl gehabt, dass sie weiß, wovon sie redet und was sie da „spielt“.

Sie spielt alle Rollen selbst und je nachdem, wen sie spielt, verändert sie ihre Körperhaltung und Stimme. Dazu verwendet sie die passenden Requisiten, die verteilt auf der Bühne sind. Man konnte sich daher gut in ihre Lage hineinversetzen.
Ich persönlich war am Ende wirklich verstört und andere Zuschauer haben auch geweint, weil es eigene Erinnerungen geweckt hat. Ein paar Zuschauer blieben nach der Vorstellung sitzen, um sich erste einmal wieder zu sammeln.

Das ganze Stück ist die Umsetzung eines persönlichen Todesfalles in der Familie.
Für mich war das Stück etwas ganz Neues, denn ich habe noch nie den Tod miterlebt. Man hat einfach die Schmerzen, die die Person erlebt hat, gespürt und miterlebt.

Großes Lob an Paula! Du hast meinen Respekt!

viki

Kommentare sind deaktiviert