Ablehnung statt Hilfe ?

Ein großes Lob an die Theater-AG der Montessori Schule. Das Stück "Der Haupmann von Köpenick" hat uns sehr gut gefallen, da sie die Not eines Arbeits-/Heimatslosen ohne gültigen Aufenthaltstitel sehr gut gespielt haben und man den Teufelskreis der Ämter mit deren Foderungen und Ablehnungen gut nachvollziehen konnte.



Außerdem ist es ein sehr aktuelles Thema, welches uns zum Denken angeregt hat. Besonders gut hat uns gefallen, dass die Rollen durchgetauscht wurden und jeder den Willhelm Voigt gespielt hat. Die Kostüme wie die des Hauptmanns, der Polizei und der Hauptfigur mit einem beigen T-Shirt, einer karrierte Schirmmütze und einem alten, braunen Lederkoffer, waren praktisch und passend zum Stück vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Auch die Requisiten wurden gekonnt eingesetzt: So wurden Dokumente mechanisch eingeordnet und abgeheftet, jeder Ordner war an seinem Platz, was die übertriebene Bürokratie nochmal verstärkt hat.

Wir dürfen nicht vergessen die Musiker zu loben! Das Stück wurde von einem sehr schönen Klavierspiel begleitet, es hat uns berührt und es klang so schön, dass wir Mitgefühl entwickelt haben und uns das tragische Schicksal des Hauptmanns sogar traurig gemacht hat. Auch das Trommeln hat für millitärische Spannung in den Hauptmann-Szenen gesorgt, genauso wie die tolle Beleuchtung, die das Bühnenbild mit verschiedenen Lichteffekten, die für Wärme und Kälte gesorgt haben, perfektioniert hat.

Wir freuen uns sehr, die Möglichkeit gehabt zu haben, uns dieses Stück von den 12 Schülern und Schülerinnen zwischen 13 und 15 Jahren anzusehen. Gerührt hat uns auch, dass die Schüler sich im Backstagebereich gegenseitig gelobt und somit auch bestärkt haben. Das zeigt wie groß der Zusammenhalt im Team ist.

Wir würden uns freuen, wenn wir weitere Stücke dieser Theater-AG genießen darf.

Liebe Grüße

Sinthiou, Nathalie

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