Bin auf dem Weg – Godot.

„Wo ist Godot?“  Das ist die zentrale Frage, die sich das Max Planck Gymnasium aus München am Mittwochnachmittag in der Pasinger Fabrik gestellt hat.

Beantwortet wird die Frage nicht. Stattdessen wartet man auf Godot. Es ist ein mühsames Warten zwischen den Schauspielern und Zuschauern, denn die Zuschauer werden einbezogen und das Warten hat kein Ende.



Wir waren froh, dass wir uns kurz vorher über das Stück von Samuel Beckett informiert hatten, denn ohne die Infos war es echt schwer zu verstehen.
Im Urstück geht es um Wladimir und Estragon (in dem Fall ist es kein Gewürz ;P). Sie sitzen unter einem kahlem Baum im Nirgendwo und unterhalten sich über Gott und die Welt und beklagen sich über ihre Situation. Doch stattdessen etwas dagegen zu tun, fragen sie sich weiterhin: wann kommt endlich Godot? Godot kann alles sein, man benützt Godot auch als Ausrede für die eigene Tatenlosigkeit.

Neumodische Elemente sind enthalten wie z.B. eine WhatsApp Nachricht von Godot „bin aufm Weg“.
Die Schauspieler haben das Publikum mit einbezogen („was wollen wir hier im Stück? Wieso guckt man sich diese Stück an etc.) und das ist das zweite Stück, in dem sowas passiert ist. Sie haben es geschafft, das Publikum so zu animieren, dass sie mitgemacht haben. Zum Beispiel bietet ein Schauspieler einem Zuschauer in der ersten Reihe seinen Flachmann an und der Zuschauer trinkt mit.

Das Publikum hat im Vergleich zu anderen Stücken sehr viel geklatscht. Wir kennen Klatschen eher am Ende, doch hier wurde auch sehr oft währenddessen geklatscht. Das Stück war einfach lustig, weil Szenen aus dem wirklichen Leben aufgegriffen wurden. Man merkte, dass die Schauspieler unterhalten wollten, damit man wissensdurstig bleibt und somit wurde das Warten etwas erträglicher.

Als wir im Stück saßen und alle wie verrückt und durcheinander den Kinderreim aufgesagt haben, haben wir nicht verstanden, was das soll. Erst im Gespräch mit unserer Lehrerin über das Stück wurde klar, dass es darum geht, das es in Endlosschleife immer ums Gleiche geht und keiner was daran ändert.

Fazit: Im Stück wurde das endlose Warten gut rüber gebracht und es war überraschend lustig!

Eure Nathalie und Denise

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