Der Adel, die Begehrte und der Clown

Shakespeare, 1590, Italien. Es wird um die Liebe der jungen Silvia, der Tochter des Herzogs, gebuhlt. Diese liebt einen anderen als Thurio, dem sie versprochen war und verlobt sich heimlich mit Valentin. Beste Freunde werden zu Feinden, aus Liebe. Valentin verbannt, aus Liebe. Proteus intrigant, aus Liebe. Als Komödie gedacht, erlebte man bei "Zwei Herren aus Verona", nach Shakespeare, ein Wechselbad der Gefühle. Von herzhaften Lachern und Witzen, die gern auch unter die Gürtellinie gingen, zu tränenreichen Szenen voller Mitgefühl. Die Schüler der Rainer-Werner-Fassbinder-Fachoberschule schafften es mit schönen Kostümen und herzzereißenden Dialogen wie Monologen den Zuschauer zu bannen und in die damalige Zeit zu versetzen. Das textgewaltige Stück, ganz nach Sheakspeare, nahm alle mit auf eine Reise, die immer weitergehen könnte, um zu schauen, wo der Weg der Liebenden hinführt.
Alle bekamen, was sie sich erhofften: Valentin und Proteus die Liebe, der Herzog seine Tochter, die Räuber das Privilieg am Hof zu wohnen.


Nur der Clown, Thurio, bekam was er verdiente. Nichts.


Liebe schleicht sich heimlich an und obsiegt am Ende immer.


Liebe ist...

-Lenny

3 Antworten

  1. Zwei Herren aus Verona: > Eine wunderbare, begeisternde Umsetzung des Shakespeare-Stückes! Mit tollen Schauspielern, die in amüsanten bis herzhaften Szenen grandios unterhielten. Absolut stimmig auch die wunderschönen Tanz- und Musikszenen.
  2. Auch mir haben besonders gut die Kostüme gefallen, ebenso fand ich die Rollenbesetzung sehr gelungen. In der Vorstellung am Mittwoch Abend in Giesing hat für mich die Emma am besten gespielt! Etwas schwierig fand ich das Bühnenbild. Warum hat man nicht das eine schöne Bürgerhaus aus Pappe benutzt um den Unterschied der beiden Königshöfe deutlich zu machen. Das mit dem dem mehr bzw. weniger zu sehenden Fenster - vor allem mit der in beiden Fällen zu sehenden markanten Büste im Mittelteil, war sehr verwirrend. Am Anfang dachte ich immer, die Requisite hätte einen Fehler gemacht. Gut fand ich den Wald im Bühnenbild. Das Ende - aber so ist eben der Autor - ist mir persönlich zu kitschig. Da ihr ja auch an anderen Stellen modernisiert habt, wäre hier vielleicht eine kleine Modernisierung auch noch möglich/nötig gewesen? Meinen SuS der 11 K - da die Klasse im Praktikum ist, sind wir abends als Klasse in die Vorstellung gegangen - waren nur bei dem Fenster/dem Spielort auch etwas verwirrt, fanden aber sonst alles super - besonders die Kostüme, aber auch das Ende! Und da ihr ja Schultheater spielt, also vornehmlich für SuS, habt ihr Vieles richtig gemacht!!! Eine Überlegung von mir noch zum Schluss: Sicherlich ist es gut ein paar Klassen in der Generalprobe zu haben als ZuschauerInnen - sonst ist es ja nicht echt-vor Publikum. Aber wenn quasi fast alle Klassen schon in die Generalprobe kommen, wer soll dann noch zu den Abendvorstellungen kommen? Und billiger würde ich die Generalprobe auch nicht machen, sondern wenn z.B. 15 Leute einer Klasse zur Abendvorstellung kommen! Da würde ich Nachlass anbieten, und das Geld im Vorfeld, nicht an der Abendkasse einsammeln. Dann vielleicht auch gute Plätze für diese Personen reservieren. Wert seid und ward ihr die paar Euro - egal ob ermäßigt oder nicht - auf alle Fälle! Es war ein schöner Theaterabend!!!"
  3. Sehr schön verfasster Bericht!