Der Drache

In dem Theaterstück von Jewgeni Schwarz, geht  es um einen Drachen, der eine Jungfrau mit dem Namen Elsa, als Opfergabe verlangt.

Ein Wanderer namens Sir Lancelot fordert den Drachen zum Kampf heraus, um Elsa zu beeindrucken. Das Volk, dass vom Drachen unterdrückt wird, ist dem Wanderer keine große Hilfe. Sie bringen Sir Lancelot einen Regenschirm als Schwert, ein Tablett als Schild und ein Nudelsieb als Helm.
Zum Glück hilft ihm Elsa, indem sie ihm ein Schwert aushändigt. Der Wanderer besiegt den Drachen. Der Bürgermeister übernimmt die Rolle des Drachen, da man vom Sieger des Kampfes nichts mehr hört und somit niemand das Volk beschützt. Auch diesen kann Sir Lancelot in die Flucht schlagen. Er heiratet zum Schluss die Jungfrau Elsa.

Die Gruppe stellt mit dem Stück einen Vergleich zu der heutigen politischen Lage in manchen Ländern dar, in denen sich der Zustand, nach einem Machtsturz, wieder zum schlechteren wandelt, anstatt sich zu bessern.

Dies war anfangs nicht leicht herauszulesen, jedoch zum Ende hin immer klarer zu erkennen. Die Darsteller begeisterten das Publikum durch ihren vollen Körpereinsatz, egal ob auf der Bühne, oder mitten zwischen den Zuschauern. Das Bühnenbild mit nur einem Stuhl auszustatten war sicherlich schwierig, jedoch haben sie das Stück trotzdem erfolgreich rübergebracht. Manche Szenen waren sogar gruselig und nichts für schwache Nerven.

Die Kostüme modern zu gestalten, bringt den aktuellen politischen Hintergrund hervor, der vermittelt wird. Das schönste Kostüm, eine schimmernd rote Jacke, trug eine Schauspielerin, um den Drachen zu spielen und konnte damit genauestens als Drache identifiziert werden.

Später erzählten die Schauspieler, dass viele Sprüche in dem Stück von Nelson Mandela stammten, das wurde uns dann erst klar.
Wer Lust auf ein spannendes, gruseliges und doch historisches Schauspiel mit politischem Hintergrund hat, sollte es unbedingt selbst erleben.

Michael, Deniz

         

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