Grenzen der Erinnerung

Das letzte Stück des 35. Münchner Schultheaterfestivals wurde vom Käthe-Kollwitz-Gymnasium vorgestellt. Die Geschichte " Grenzen der Erinnerung" basiert auf dem Roman "Hüter der Erinnerungen" von Lois Lowry. Die Schüler aus den elften und zwölften Klassen haben das Stück relativ Originalgetreu umgesetzt.

Die Darbietung war recht gut und die Charaktere wurden genauso gut dargestellt. Besonders das Bühnenbild und die Requisiten waren sehr schön und authentisch. Die Kostüme waren schlicht gehalten, was gut zu der gefühlslosen Stimmung des Stückes gepasst hat.

Jedoch muss leider auch erwähnt werden, dass das Stück nicht ganz fehlerfrei war. Obwohl das Bühnenbild selber schön war, waren die Umbauten zwischen den Szenen etwas zu lang. Der Umbau der Bühne fand komplett im Dunkeln und ohne Musik statt. Dies unterbrach unserer Meinung nach den "Flow" des Stückes. Gut fanden wir die Arbeit mit den Videos, die auf eine Leinwand projiziert wurden, um bestimmte Szenen zu untermalen. Auch hier waren uns die Videoabschnitte aber manchmal zu lang.

Ein großes Lob hat sich die Theatergruppe durch ihre Kreativität und ihre Anstrengung verdient.



Ein gutes Stück um das 35. Schultheaterfestival zu beenden. Nun bleibt nicht mehr viel zu sagen außer... bis nächstes Jahr.

Auch wir verabschieden uns.

LG Zoran, Merve und Maxi.

1 Antwort

  1. Wow, das 35. Theaterfestival hatte es in sich! Ich war jetzt zum dritten Mal beim Festival dabei, aber so ein hohes Niveau gab es noch nie. Hat einen aber auch als Erwachsenen und Theater-Fan ganz schön mitgenommen und angestrengt. Am ersten Tag die Alice in der Nervenheilanstalt (herausragend die Alice selbst) und das sehr berührende, weil auch absolut authentische Stück über und mit den jungen Flüchtlingen. Das war für mich eine der besten Produktionen des Schultheaterfestivals in den letzten drei Jahren. Am zweiten Tag dann viele philosophische und immer noch bedrückend aktuelle Fragen "was kann der Einzelne in der Gesellschaft bewegen und wo werden wir um unseres Vorteils willen schuldig an anderen", ob beim Stück von Horvath, der immer wieder faszinierenden alten Dame oder der gelungen Räuber-Adaption. Besonders beeindruckend dabei war für mich die Leistung der jungen Schauspieler der Aton-Schule mit dem sehr anspruchsvollen Stück "Am Ende der Fische". Und am letzten Tag die Auseinandersetzung mit dem Thema "was macht den Menschen aus" in der "Menschenfabrik" und den "Grenzen der Erinnerung". Letzteres noch einmal ein krönender Abschluss des Festivals. Für alle erlebten Vorstellungen (leider konnte ich nur die am Nachmittag und Abend sehen): Nirgends nur "Text aufsagen", sondern wirklich faszinierendes Spiel, viel mehr als "nur" Schultheater, sondern viele intensive und nachdenklich machende Theatererlebnisse.

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